Sarens Demag CC 3800 fährt Brückenteile zur Rheinbrücke Koblenz

Sarens ist stolz darauf, den Bau der neuen Pfaffendorfer Rheinbrücke Koblenz zu unterstützen. Dieses Projekt wird eine entscheidende Rolle für die Stärkung der Mobilität und der Wirtschaftstätigkeit zwischen der Stadt Koblenz und dem Landkreis Pfaffendorf spielen. Dank ihrer strategischen Lage am anderen Rheinufer soll die neue Brücke langfristige Erreichbarkeit gewährleisten und das regionale Verkehrsnetz verbessern.---------------------------------- Für diese wichtige Brückeninstallation vertraute der Auftraggeber Donges SteelTec erneut auf Sarens, dank unserer bewährten Expertise in komplexen, von Lastkähnen aus durchgeführten Hebearbeiten und unserer langjährigen Zusammenarbeit bei ähnlichen schweren Tiefbauprojekten.-------------------------------------------------- Die Mission umfasste die Installation vorgefertigter Stahlbrückenelemente mit einem Gewicht von bis zu 480 Tonnen. Die gesamte Montage erfolgte vom Wasser aus und erforderte höchste Präzision und ein enges Zeitfenster. Um die technischen Anforderungen zu erfüllen, setzte Sarens den Kran CC3800-1 in der Konfiguration SSL_1 48 m ein. Bei den schwersten Hüben arbeitete der Kran mit über 95 % seiner Tragfähigkeit. Er war auf dem Doppelponton Karel-Viktor montiert und wurde von Sarfloat-Podesten, ferngesteuerten Führungsleinen, SPMTs für den Transport und 150-Tonnen-Sarspin-Einheiten für wichtige Neigungskorrekturen während der Installation unterstützt.---------------------------------------- Angesichts der Projektbeschränkungen erwies sich diese Konfiguration als optimale Lösung: Größere Kräne hätten die Stabilität des Lastkahns beeinträchtigt und die zulässigen Tiefgangsgrenzen überschritten, während die Anforderungen an den Superlift innerhalb der verfügbaren Lastkahnbreite nicht realisierbar gewesen wären. Dank der Kombination aus Ballastwagen und Stinger konnte das Team die Superlift-Radien während des gesamten Projekts präzise anpassen.----------------------------------- Die Vorbereitungs- und Montagephase stellte eine erhebliche technische Herausforderung dar. Der Kran wurde – inklusive des Superlift-Auslegers – in Kluizendok in Gent vollständig montiert, bevor er nach Koblenz verschifft wurde. Der Hauptausleger war vormontiert und an Deck gelagert, um eine sichere Passage unter Brücken entlang der Binnenwasserstraßen zu gewährleisten. Die gesamte Mobilisierung umfasste acht Transporte für die Anordnung auf den Pontons, 35 Transporte für die Montage des SL3800 sowie die Mobilisierung von SPMTs aus anderen laufenden Projekten. Die Fahrt nach Koblenz dauerte sieben Tage, gefolgt von zwei Tagen für die abschließenden Vorbereitungen vor Ort.----------------------------------- In Koblenz angekommen, sah sich das Team mit mehreren typischen Herausforderungen bei Bauarbeiten auf städtischen Flüssen konfrontiert: begrenzter Platz an Deck, Empfindlichkeit der Schiffsstabilität, niedriger Wasserstand, die Notwendigkeit einer präzisen Positionierung der Schiffe mithilfe von Schubbooten und die strikte Kontrolle der Wasserdurchflussmengen, die vertraglich genauso wichtig genommen wurden wie die Windgrenzwerte. Für die Nachtarbeiten waren spezielle Lichtmasten erforderlich, und alle Bewegungen zwischen Kranführern und Schiffsführern wurden permanent synchronisiert, um auf sich ändernden Tiefgang und Neigung reagieren zu können.------------------------------ Die Hebevorgänge selbst erforderten Präzision und Koordination. Die Arbeit vom Lastkahn aus schränkte die Bewegungsfreiheit der Raupenfahrzeuge ein, und jeder Hub musste senkrecht zum Schiff geschwenkt werden, um die schweren Bauteile von den Anlieferungskähnen zu entnehmen, bevor sie in die endgültige Montageposition gebracht werden konnten. Die Brückenteile – von 50 Querträgern bis hin zu den 70 Meter langen und 480 Tonnen schweren Hauptsegmenten – wurden auf engstem Raum auf der Baustelle in Mannheim manövriert, bevor sie transportiert wurden. Auf dem Wasser spielten die Systeme von Sarspin eine entscheidende Rolle bei der Justierung des Winkels der Bauteile für deren präzise Platzierung.-------------------------------- Während des gesamten Projekts arbeitete Sarens eng mit dem Team des Kunden zusammen. Die Bauleiter von Donges SteelTec waren täglich vor Ort und koordinierten gemeinsam mit unseren Ingenieuren die Vorbereitungsschritte, den Materialbedarf, die Ausbaggerungsbereiche für die Positionierung der Lastkähne sowie alle abschließenden Installationsarbeiten. Wie das Projektteam feststellte, war diese Installationsmethode neu für den Kunden, und die Erfahrung von Sarens lieferte wichtige Hinweise für eine reibungslose und sichere Durchführung.------------------------------------ Die erste Phase dauerte mehrere Wochen im Juni 2025. Die zweite Phase dauerte vier Wochen im Oktober 2025. Die dritte Phase wird voraussichtlich zwei Wochen im April 2026 dauern. In der längsten Phase verblieben der CC3800-1 und die gesamte Barge-Konfiguration insgesamt vier Wochen vor Ort, einschließlich der Mobilisierung und Demobilisierung des Hauptauslegers. Im Hintergrund sorgte ein engagiertes Sarens-Team – bestehend aus Projektmanagern, einem Projektingenieur, einem Hebemeister, einem Barge-Kapitän, einem Kranführer und Mitarbeitern verschiedener Support-Abteilungen – für den reibungslosen Ablauf jeder einzelnen Projektphase.-------- Nach Abschluss der Hebe- und Installationsarbeiten ist Sarens stolz darauf, zum Bau eines wichtigen Infrastrukturprojekts für Koblenz beigetragen zu haben. Dieses Projekt unterstreicht unsere Fähigkeit, komplexe Schwerlastlösungen unter beengten Bedingungen zu realisieren, indem wir herausragende Ingenieursleistungen, maritimes Know-how und eine enge Zusammenarbeit mit unseren Partnern vereinen.

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